Asylsuchende im nördlichen Landkreis

Steigender Bedarf an Unterkünften wird auch an Markt Schwaben nicht vorbeigehen

Bild: Frau Stefanie Geisler vom Landratsamt Ebersberg

Bild: Frau Stefanie Geisler vom Landratsamt Ebersberg

(14.04.2015) Bei einer Veranstaltung am 24.03.2015 in Vaterstetten, die vom Kreisverband der Freien Demokraten und den FDP-Vertretern im Kreistag organisiert wurde, standen konkrete Fragen zur aktuellen und zu erwartenden Situation bei Asylsuchenden und Flüchtlingen im Kreis Ebersberg im Mittelpunkt (siehe Bericht des Kreisverbandes).

Mit Frau Stefanie Geisler, Leiterin der Fachabteilung Soziales und Bildung im Landratsamt, konnte eine sehr kompetente Referentin für diese Thema gewonnen werden. Auch die Mitglieder des Ortsverbandes konnten sich dort speziell zur Situation gerade im nördlichen Landkreis informieren und damit dann das Thema auf dem monatlichen Treffen im April weiter diskutieren.

Die dezentrale Unterbringung wird vom Landkreis organisiert, dem die Bewerber vom Freistaat zugeteilt werden, der dann auch die Kosten dafür erstattet. Einen Verteilungsschlüssel auf der Ebene der Gemeinden gebe es jedoch nicht, erklärte die Sprecherin. Vielmehr sucht der Landkreis überall dringend nach geeigneten Räumlichkeiten oder auch Grundstücken für die Aufstellung von Containern. Zunächst werden möglichst die eigenen Liegenschaften des Landkreises genutzt – da diese jedoch nicht ausreichen, werden weitere Objekte angemietet.

Daraus ergibt sich eine sehr unterschiedliche Verteilung auf die Gemeinden. Markt Schwaben hat mit 5 Personen bisher die kleinste Zahl im Landkreis aufgenommen (wenn man von Gemeinden wie Forstinning oder Hohenlinden absieht, die noch gar keine Bewerber aufnehmen konnten). Nachbargemeinden wie Anzing mit 20 Personen oder Poing mit 61 Personen tragen dagegen derzeit einen weit höheren Anteil der insgesamt ca. 500 Personen im Landkreis.

Die finanziellen und personellen Anfordungen, die sich mit der Aufnahme dieser Zahl von Asylsuchenden und Flüchtlingen im Landkreis verbinden sind schon heute beachtlich – und sie werden weiter steigen. Da sich nach den bisherigen Erfahrungen die Zahl jedes Jahr ungefähr verdoppelt, rechnet man für 2015 mit über 1000 Personen, die eine Unterkunft benötigen werden. Neben den Räumlichkeiten selbst ist das Landratsamt hier stark auf freiwillige Helfer und akzeptanzbildende Maßnahmen in den Gemeinden angewiesen.


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