Impulsiver Neujahrsempfang mit Thomas Sattelberger

Mehr als 50 Teilnehmer waren am 17.1.2017 in der Trattoria Limone in Pöring beim Neujahrsempfang der Landkreis-FDP (Foto: Peter Pernsteiner)

Mehr als 50 Teilnehmer waren am 17.1.2017 in der Trattoria Limone in Pöring beim Neujahrsempfang der Landkreis-FDP
(Foto: Peter Pernsteiner)

 

Mit einer so riesigen Resonanz auf unsere Einladung zum Neujahrsempfang haben wir als Landkreis-FDP angesichts der Witterungsverhältnisse nicht gerechnet. Das große Nebenzimmer der Pöringer Trattoria Limone war am Abend des 17. Januar 2017 brechend voll“. Dem lebhaften Vortrag von Thomas Sattelberger folgten mehr als 50 Personen sehr interessiert.

Ab 19 Uhr gab es den traditionellen Sektempfang. Ihn nutzten der FDP-Kreisvorsitzende Alexander Müller, Thomas Sattelberger und der Zornedinger FDP-Ortsvorsitzende Peter Pernsteiner für einen ersten intensiven Gedankenaustausch. Sattelberger und Pernsteiner haben aktuell eine große Gemeinsamkeit – beide stehen im Herbst bei der Bundestagswahl als Direktkandidaten auf der jeweiligen FDP-Liste: Thomas Sattelberger im Wahlkreis München-Süd und Peter Pernsteiner im Wahlkreis Ebersberg-Erding.

Zu Beginn des Neujahrsempfangs der Landkreis-FDP nutzten der FDP-Kreisvorsitzende Alexander Müller (links), Thomas Sattelberger (mitte) und der Zornedinger FDP-Ortsvorsitzende Peter Pernsteiner (rechts) die Gelegenheit für einen intensiven Gedankenaustausch. (Foto: Rob Harrison)

Zu Beginn des Neujahrsempfangs der Landkreis-FDP nutzten der FDP-Kreisvorsitzende Alexander Müller (links), Thomas Sattelberger (mitte) und der Zornedinger FDP-Ortsvorsitzende Peter Pernsteiner (rechts) die Gelegenheit für einen intensiven Gedankenaustausch.
(Foto: Rob Harrison)

Zum Auftakt des eigentlichen Abends stimmte uns Alexander Müller in das für den Fortbestand der FDP sehr entscheidende Wahlkampfjahr ein. Anschließend gab es auch ein kurzes Statement von Peter Pernsteiner zum bevorstehenden Herbst. Er unterstrich, dass die FDP wieder in den Bundestag muss, um sich wieder stärker für das Wohl unseres Landes einsetzen zu können. Er meinte auch: „Die Gro-Ko dümpelt vor sich hin und es gibt nur noch Kompromisse!“ Außerdem sieht er die sehr bürokratische PKW-Maut als Armutszeugnis und Wählerbetrug. Nach mehr als 25 Jahren Berufsleben im IT- und Unterhaltungelektronik-Bereich (bei und für Firmen und Zeitschriften) sowie zehn Jahren Kommunalpolitik als Gemeinderat fühlt sich Pernsteiner reif für den Bundestag. Durch sein Wahlkampf-Engagement will er einen Beitrag dafür leisten, dass die FDP in den Landkreisen Ebersberg und Erding im Wahljahr deutlich wahrgenommen wird.

Jetzt aber zum Vortrag von Thomas Sattelberger. Er referierte den FDP-Mitgliedern und weiteren Gästen über das Thema „Arbeitswelt im digitalen Zeitalter“. Sattelberger war in seinem Berufsleben in diversen Führungsfunktionen des Personalbereichs tätig – unter anderem bei Daimler-Benz und Lufthansa sowie als Personalvorstand bei Continental und bei der Deutschen Telekom. Eingangs betonte er, dass man bei Vorträgen zu diesem Thema auch „ein Stück in die Glaskugel guckt.“ So wissen wir derzeit nicht, „ob Europa stabil bleibt“ und ob unsere Staaten gemeinsam „ein digitales Haus“ werden. Er befürchtet auch, dass Trump an die Grundfeste des freizügigen Handels geht. Für Sattelberger ist es ein Unding, dass derzeit prinzipiell die Wirtschaftspolitik aus dem Arbeitsministerium heraus stattfindet. Seine große Befürchtung: „Die gegenwärtige Regierung macht alles um aus dem Arbeitsmarkt die Flexibiliät herauszunehmen.“ Arbeit wird und muss sich aber in der digitalen Gesellschaft massiv verändern.

Thomas Sattelberger (rechts) referierte auf dem Neujahrsempfang der FDP am 17. Januar über das Thema "Arbeitswelt im digitalen Zeitalter" (Foto: Peter Pernsteiner)

Thomas Sattelberger (rechts) referierte auf dem Neujahrsempfang der FDP am 17. Januar über das Thema „Arbeitswelt im digitalen Zeitalter“
(Foto: Peter Pernsteiner)

Aus seiner Sicht ist es sehr realistisch, dass bald ein hochqualifizierter Industrie 4.0 -Techniker vom Wohnzimmer aus bei Störungen in der Produktion steuernd eingreifen kann. Und ein Schuhmacher könnte künftig Daten via Internet übertragen, um Maßschuhe mit einem 3D-Drucker zu fertigen. Aus seiner Sicht werden auch plattformbasierte Geschäftsmodelle wie Amazon und Uber weiterhin massiv die Welt verändern. Zudem werden sich Produktionsabläufe und Geschäftsgebiete von Unternehmen ebenfalls massiv verändern. So dürfte es bald alltäglich werden, dass eine Maschinenbaufirma nach Werkzeugen für Grillbesteck einmal ganze Grillroboter herstellt.

Schon letztes Jahr gab es weltweit 112 Millionen sognannte Clickworker, die ihre Aufträge via Internet erhalten. Zudem gibt es inzwischen mehr als 50 digitale Plattformen, die Clickworkern einen Job vermitteln. Angesichts solcher Perspektiven fragt sich Thomas Sattelberger „Wie will ein Arbeitschützer die digitale Arbeit überprüfen. Arbeit entzeitlicht und entörtlicht sich – meinen Sie, da gilt noch das Betriebsverfassungsgesetz?“ Für Sattelberger steht fest: „Wir werden uns in Deutschland mit dieser Thematik befassen müssen.“ Wir müssen klären, wie Mitbestimmung in solchen Unternehmen aussieht und wie es um die Machtbalance zwischen Arbeitgeber und Auftragnehmer steht.

Thomas Sattelberger (links) ist Bundestags-Direktkandidat für die FDP im Wahlkreis München-Süd und Peter Pernsteiner (rechts) ist Bundestags-Direktkandidat für die FDP im Wahlkreis Ebersberg-Erding (Foto: Rob Harrison)

Thomas Sattelberger (links) ist Bundestags-Direktkandidat für die FDP im Wahlkreis München-Süd und Peter Pernsteiner (rechts) ist Bundestags-Direktkandidat für die FDP im Wahlkreis Ebersberg-Erding
(Foto: Rob Harrison)

Stattdessen macht man in Berlin aber noch heute eine Arbeitspolitik, die im digitalen Zeitalter immer massiver einschränkt. Wir haben zwar aus Sicht von Sattelberger noch zehn Jahre Zeit, weg von Routine-Tätigkeiten zu kommen und den Arbeitsmarkt fit für neue Aufgaben zu machen, aber dieses Thema muss man anpacken. Sattelberger stellt dabei besonders heraus: „Unser Problem sind unterkreative Menschen und ein Mangel an Bildung.“

Im sehr kurzweiligen Vortrag von Thomas Sattelberger gab es noch viele weitere interessante Aspekte und Argumente, auf die wir aber aus Platzgründen nicht eingehen können. Nach dem Vortrag wurde dann auch noch lebhaft diskutiert und der tolle Themenabend verging fast wie im Fluge. Wer sich mehr mit der Thematik des Referats von Thomas Sattelberger beschäftigen will: www.sattelberger-thomas.de


Neueste Nachrichten